Eröffnung des Imkerpavillons

Landesgartenschau Öhringen:

Eröffnung des Imkerpavillons mit Vernissage der Foto-Ausstellung „Bienen – die Bestäuber der Welt“

 

Wissenschaftlich fundiert, einfühlsam und stark zugleich sind die Worte des Claus-Peter Lieckfeld, – Co-Autor des Buches zum aufrüttelnden, preisgekrönten Dokumentarfilm „More than honey“ (2013) des Regisseurs Markus Imhoof.

Herr Claus-Peter Lieckfeld

Herr Claus-Peter Lieckfeld

Nun hat der Wissenschaftsjournalist Lieckfeld auch den Wortbeitrag zur Fotoausstellung „Bienen – die Bestäuber der Welt – Makrokosmos Honigbiene“ geliefert. Dem BV Hohenlohe – Öhringen ist es gelungen, die Ausstellung zur Landesgartenschau nach Öhringen zu holen. Und Claus-Peter Lieckfeld kam zur Vernissage gleich mit! Nach Hamburg, Lübeck, Karlsruhe und Kiew sind die Fotos nun in Öhringen! Die renommierten Tier-Fotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch „lassen den Betrachter abtauchen in die fantastische Realwelt des Makrokosmos Honigbiene“ (Zitat Lieckfeld).

Am Samstag, 30. April war es so weit: Die Ausstellung wurde im Imkerpavillon eröffnet. Allen Beteiligten, die bis zum letzten Augenblick gewerkelt hatten, fiel eine Last vom Herzen, und alle konnten das warme Licht in der hölzernen Wabe genießen. Vor allem aber die detailgenauen Bilder: Das Portrait einer Arbeiterin, die gerade in einer Blüte sitzt und vom Goldstaub der Pollen überpudert ist; eine Pollensammlerin von hinten, die breitbeinig das Gewicht der dicken Pollenknödel an ihren Hinterbeinen austarieren muss; wie Sterne segeln die anfliegenden Bienen vor dem Flugloch; oder die Biene, die gerade zur Hälfte in der Zelle steckt und sich vom Putzen nicht abbringen lässt. Diese und viele andere Bilder sind zu sehen, unter denen der Bienenliebhaber bestimmt sein Lieblingsbild findet und der Laie wie der Fachmann aus dem Staunen nicht herauskommen.

Oberbürgermeister Michler sprach in seinem Grußwort die Nachhaltigkeit an und meinte damit, dass die Imker den Pavillon nach der Laga in ihrem Bienengarten als Vereinsheim nutzen werden.

1. Vorsitzender Andreas Grathwohl bestätigte das Vorhaben und stellte den besonderen Nutzen für die Jung-Imker heraus: Sie werden im Pavillon schleudern und Honig bearbeiten dürfen. Laga-Mitarbeiterin Annette Stoll-Zeitler würdigte die Imker als „tolle Truppe“. Ja, meinte Grathwohl, das sei wie bei den Honigbienen: eine Einzelbiene ist wertvoll im Gesamtorganismus des Bienenvolkes. So halfen viele Talente unter den Vereinsmitgliedern zusammen, immer mit dem gleichen Ziel, ein besonderes Projekt auf die Beine zu stellen, von dem alle etwas haben.

Was mir an den Bienen gefällt? fragte Lieckfeld und lieferte die Antwort beim Lesen aus seinen Büchern gleich mit: Es ist das, was Ferdinand Gerstung vor rund 120 Jahren veranlasste, Bienen als „Bien“ zu bezeichnen. Mit dem Begriff „Bien“ ist die Gemeinschaft von Einzelwesen gemeint, die miteinander alle Organe und Tätigkeitsfelder unter dem gleichen Ziel des perfekten Zusammenlebens und erfolgreichen Überlebens vereint. Lieckfeld fühlte dem Begriff auf eigene Weise nach, indem er sich vorstellte, dass ein Schöpfergott oder „die Evolution“ vor 120 Mill. Jahren beschloss, ein Wesen zu erschaffen mit ca. 120 000 Komplexaugen, 360 000 Beinen, 240 000 Flügeln. Dieses Wesen soll „nicht, wie üblich, Richtung Tod altern müssen, nein, es soll knospen können, und es wird – anders als andere Insekten – Kälte aktiv bekämpfen können, ohne deshalb ein kompliziertes, aufwendiges Blutkreislaufsystem a´la Säugetier betreiben zu müssen. Es soll Vorratshaltung beherrschen, weit besser als Eichhörnchen und manche Rabenvögel. Es soll folglich von ergiebigen Erntezeiten unabhängig sein. Exquisite Brutpflege sowieso. Es muss sich nach Farben, Formen, Erdstrahlung und Sonnenstand orientieren und zudem gut kommunizieren können. Lern- und Kombinationsfähigkeit sollten auch vorhanden sein. Aber der eigentliche Clou: Sämtliche Organe und Teileinheiten seines Körpers sind frei beweglich – so als sei das Wesen eine driftende Gaswolke -, und alle Teile sollen bei Ausfall sekundenschnell ersetzbar sein. Also: Keine komplizierte Wundheilung! Und keine feste Körpermassse, in die Feinde beißen oder schlagen könnten. Außerdem soll jede Teileinheit wehrhaft und angriffsfähig sein…“. Voila: Das ist der Superorganismus Honigbiene !“

Richtig stolz macht diese Beschreibung unserer Lieblingstiere, um sogleich einen Dämpfer zu erhalten: Was machen die Menschen mit dem Wunder der Schöpfung? Sie bringen Neonicotinoid – haltige Pflanzenschutzmittel aus und verwandeln „Kulturland in Feindesland. Bienenfleiß reicht nicht mehr. Felder werden zu killing fields“. Aber auch die Varroa destructor und die Tatsache, dass wir Imker den Genpool der Honigbiene künstlich / züchterisch verarmt haben, sind an den schlechten Zukunftsaussichten für die Honigbiene schuld. Bienen sterben weltweit.

Unsere Teller sähen trist aus, fuhr Lieckfeld fort, wenn die Bestäubung durch Honigbienen ausfallen würde: „Es würde das meiste von dem fehlen, was bunt, duftend, verführerisch ist: Äpfel, Kirschen, Birnen, Mandeln, Sojabohnen, Pfirsiche, Gurken, Beeren – insgesamt fast 100 Obst- und Gemüsesorten. Und die Lieblingsspeise der Industrienationen, Hamburger, wäre auf die schlappen Brötchenhälften reduziert: kein Salat, keine Gurke, kein Ketchup, keine Zwiebel … und Fleisch nur, sofern die Kühe auf bienenbestäubten Klee verzichtet haben. Angesichts dieser Aussichten wird das Wohl und Wehe von apis mellifera zur Existenzfrage, die nicht nur mit Artentod und allfälliger Umweltbedrohung zu tun hat.“ Jeder dritte Bissen unserer Nahrung ist direkt oder indirekt von der Bestäubung abhängig, und nur die Honigbienenvölker sind in der Lage, die Bestäubung vollumfänglich, zeitideal und flächendeckend zu leisten.

Beide erwähnten Bücher sind unbedingt empfehlenswert. Der größte Teil von dem, was Imhoof an Informationen zusammengetragen hatte, konnte er in seinem Film nicht unterbringen. Er wäre sonst zu lang geworden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Imhoof erfuhr Lieckfeld z. B. von der chinesischen Blütenbestäuberin, die 2 000 km weit in südchinesische Provinzen gereist ist, um von den dortigen Obstbäumen den Pollen zu sammeln, der hinwiederum 2 000 km weit im Norden von Bestäubungsarbeitern mit Hilfe von Q – Tips oder selbstgebastelten Pinselchen auf die Obstblüten aufgetupft wurde. Sieht so die Bestäubung der Zukunft aus?

Hier die im Text empfohlenen Bücher:

Markus Imhoof, Claus-Peter Lieckfeld: „More than honey – vom Leben und Überleben der Bienen“ orange press ISBN 978-3-936086-67-6

 

 

 

 

 

 

 

Fotografien von Heidi und Hans-Jürgen Koch, Texte von Claus-Peter Lieckfeld: „Makrokosmos Honigbiene“, Dölling und Galitz Verlag ISBN 978-3-86218-057-8

 

 

 

 

 

Karin Laute

Hohenloher Imker auf Kreta

Anfang April brachen die Hohenloher Imker zu einer 8-Tage-Tour zur griechischen Insel Kreta im östlichen Mittelmeer auf. Sie hatten kaum Zeit, die Traumstrände rund um die Insel zu genießen. Zu gespannt waren sie auf all die Attraktionen, die die bergige Insel zu bieten hat. Hier duften die Kräuter würziger, die Blumen leuchten intensiver im südlichen Licht, die Luft schmeichelt mit milden Temperaturen. In den Klöstern waren kostbare Ikonen zu bewundern, geschichtsträchtige Gebäude, handgewebte Seidenstoffe, einmalige Fresken. Schon vor 5 000 Jahren fühlten sich Menschen auf der Insel wohl und errichteten im Laufe der Jahrtausende Paläste, Burganlagen, erstaunliche Hochkulturen. Die faszinierendste archäologische Ausgrabung ist zweifellos in Knossos zu besichtigen.

Gruppe Knossos

Die Imker durften den Prozess der Ölgewinnung aus den allgegenwärtigen Olivenbäumen, ebenso die Bioweinerzeugung, Schmuck- oder Glockenherstellung erfahren und natürlich kretische Bienen aufsuchen. Durch einen fantastischen Park, der ein beeindruckendes Kaleidoskop aller kretischen Pflanzen bot, begleitet vom betörenden Duft der Orangen- und Zitrusblüten, ging es steil abwärts zu den in Reihen aufgestellten Bienenkästen im Tal, die wie eine silbrige Schlange in der Landschaft leuchteten. Natürlich musste auch der Sirtaki erprobt werden, ein Tanz, der die Seele schwingen lässt. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Maleme aber wurde das Herz sehr schwer: Über 4 000 begabte junge Menschen mussten im Mai 1941 hier für eine verbrecherische Politik sterben. Sie hatten das Leben noch vor sich und durften nichts davon haben.

Karin Laute

Ausstellung “Bienen – Bestäuber der Welt” im Imker-Pavillon eingetroffen

Die druckfrischen Bilder der Ausstellung “Bienen – Bestäuber der Welt” sind endlich eingetroffen!

Ein erster Blick in den Pavillon und seine Ausstellung… Den ersten Gästen gefällt’s und sie genießen den Kaffee! Die Landesgartenschau kann beginnen!

Imker schließen sich erstmals zusammen

Quelle: Landesgartenschau Öhringen 2016. Der Limes blüht auf in Hohenlohe – Imker schließen sich erstmals zusammen

Ein gemeinsames Ziel für 14 Vereine: Die Welt der Honigbienen zeigen.Der Pavillon in Form eine Bienenwabe hat eine Dachbegrünung erhalten.Auch innen wird es spannend: Die Imker präsentieren preisgekrönte Fotos.14 Vereine verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen den Besuchern der Landesgartenschau Öhringen die faszinierende Welt der Bienen und deren Bedeutung für uns Menschen und die gesamte Natur näherbringen. In einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion übernehmen die elf Imkervereine des Wahlkreises Hohenlohe/ Schwäbischer Wald und drei weitere Nachbarvereine 171 Tage lang die Betreuung des Imkerpavillons. Weiterlesen

Bienenparadies – Jetzt Bienen retten! im SWR Fernsehen

Kurz vor Eröffnung der Landesgartenschau in Öhringen am Freitag. 22.04.2016, bringt der SWR in der Sendereihe Kaffee oder Tee alles rund um das Thema Bienen ganz prominent nach vorne. Und somit unsere Bienen ins Bewusstsein vieler Menschen, genau das was wir auch mit unserem Imkerpavillon auf der Landesgartenschau vorhaben.

Eine gute Aktion, hier der farbenfrohe Trailer:

Wie man an die Samentütchen kommt, hier sind die Infos.

 

Bienenparadies – Blühender Südwesten im SWR Fernsehen

In einer großen Mitmachaktion bringt Kaffee oder Tee den Südwesten zum Blühen. Mit einer speziellen Saatgutmischung können Sie im Garten oder auf dem Balkon dafür sorgen, dass es den heimischen Bienen im Sommer 2016 so richtig gut geht.

Quelle: Bienenparadies – Blühender Südwesten | Kaffee oder Tee

Hier blüht es für Bienen, Hummeln und Co.!

Außenanlage des Imkerpavillons wurde bepflanzt

Fritz und Ursel Messer sind nicht nur erfahrene Imker, sie haben auch den “grünen Daumen”! Was wäre unser Pavillon ohne die vielen bienenliebenden Pflanzen drumherum? Zusammen mit Karl-Heinz Rüdele wurden Wege angelegt, um zur gemütlichen Imker-Terrasse hinter unserem Pavillon zu gelangen! Ein Geheimtipp!