Einladung zur Frühjahrsversammlung 2017

Liebe Imkerfreunde,

unsere diesjährige Frühjahrsversammlung findet am Donnerstag, 09.03.2017, um 19:00 Uhr im Bürgerstüble in Pfedelbach statt.

 Themen:

  1. Begrüßung
  2. Ehrungen
  3. Kassenbericht, Entlastung der Vorstandschaft
  4. Rückblick Landesgartenschau
  5. Imkerpavillon Cappelaue
  6. Vereinsausflug zur Fa. Seip (http://werner-seip.de/html/betriebsbesichtigungen.html)
  7. Vortrag Roland Frisch (Pollenvereinigung Allgäu-Bodensee-Oberschwabe e.V.) und Rosemarie Bort (http://www.rosemariebort.com/) zum Thema Blütenpollen
  8. Info zur Bestellung von Varroa-Behandlungsmitteln
  9. Allgemeines und Fragen

Wichtig!

Seit letztem Jahr wird zur Bestellung der Varroa-Behandlungsmittel die Registriernummer vom Veterinäramt verlangt. Wer diese noch nicht hat, bitte beim Veterinäramt beantragen und mitbringen. Beachtet bitte auch die Informationen zur maximalen Bestellmenge und zu der erstmals erhältlichen Sprühlösung Oxuvar:

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Über eine rege Teilnahme freut sich die gesamte Vorstandschaft!

 Mit freundlichen Grüßen

Andreas Grathwohl

Neujahrswünsche: Blick zurück nach vorn!

Der BV Hohenlohe-Öhringen wünscht allen seinen Mitgliedern und Freunden ein gutes Neues Jahr 2017, Gesundheit und Wohlbefinden, und natürlich viel Freude an und mit den Bienenvölkern!

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und ich möchte es nicht versäumen, mich bei allen Vereinsmitgliedern und Freunden für die vielen Begegnungen und das großartige Engagement zu bedanken. Wir haben mit dem Bau unseres Imkerpavillons und den zahlreichen Veranstaltungen während der Landesgartenschau Unglaubliches geleistet, worauf wir zurecht stolz sein können.

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Großes Abschlussfest mit über 200 Helfern aus 14 Imkervereinen!

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Interessierte müssen leider noch ein Jahr auf ihren ersten Kontakt mit ihren eigenen Bienen warten!

Zum Glück gibt es auch im neuen Jahr noch viel zu tun, sodass uns bestimmt nicht langweilig werden wird: die Fundamente des Pavillons müssen betoniert, die Bodenplatte neu aufgebaut und ein Schleuderraum eingerichtet werden. Das heißt, wir werden im kommenden Jahr erstmal eine Baustelle an Stelle unseres schönen Imkerpavillons haben. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden, im Frühjahr 2017 keinen Imkerkurs anzubieten! Alle Interessierten sind aber herzlich eingeladen, zu unseren Monatsveranstaltungen im Bürgerstüble in Pfedelbach zu kommen oder sich auf unserer Frühjahrsversammlung am 9. März ein Bild von der Imkerei und unserem Vereinsleben zu machen.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2017 ist sicherlich unser Jahresausflug am 17. Juni zur Imkerei Seip nach Butzbach im Taunus. Dort besichtigen wir die imkerliche Betriebsweise und bekommen Einblicke in die Gewinnung von Blütenpollen, die Verarbeitung von Bienenwachs und in die Praxis der Königinnenzucht und Ablegerbildung. Für alle Nicht-Imker wird es laut Werner Seip ebenfalls sehr lohnenswert sein, da auch für sie Überraschendes geboten werden wird. Also unbedingt den Termin heute schon vormerken! Die Fahrt ist für alle Mitglieder, Freunde und Imker der Nachbarvereine eine tolle Gelegenheit sich besser kennenzulernen und in Erinnerungen an die Landesgartenschau zu schwelgen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen mit euch in 2017!

Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzliche Einladung zum großen Laga-Abschlussfest am 16.10.2016

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer!!!

171 Tage Landesgartenschau Öhringen gehen langsam, aber sicher zu Ende und wir blicken mit Stolz zurück auf das, was wir als Imkerverein in dieser Zeit gemeinsam geleistet haben. Ohne euer großartiges Engagement und die beeindruckende Unterstützung durch die Nachbarvereine wäre dies so nicht möglich gewesen!

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Die Imker haben allen Grund zu feiern!!

Um uns bei allen unseren Helfern gebührend bedanken zu können, wollen wir am Sonntag, 16.10.2016, ab 14 Uhr rund um den Imkerpavillon ein großes Laga-Abschlussfest feiern. Unsere ursprünglich geplante Herbstversammlung integrieren wir einfach in dieses große gemeinsame Imkerfest.

Anstelle des traditionellen Referenten-Vortrags wird es einen kleinen Rückblick auf die Ereignisse rund um den Imkerpavillon geben und einen Ausblick, wie es mit unserem neuen Vereinsheim am neuen Standort weitergehen wird.

Wir beginnen um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen und lassen den Tag mit Steaks, Grillwürsten und Getränken ausklingen. Alle Getränke und Speisen sind frei; wer einen Kuchen mitbringen möchte, darf dies gerne tun.

Damit wir einigermaßen planen können, wären wir euch dankbar, wenn die Nachbarvereinsimker über ihre Vereinsvorsitzenden bis zum 09. Oktober Bescheid geben könnten, wie viele Personen pro Verein in etwa kommen werden.

Bitte kommt zahlreich und lasst euch die Gelegenheit nicht entgehen, unseren erfolgreichen Landesgartenschau-Auftritt zu feiern.

Andreas Grathwohl

PS: Bei schlechtem Wetter werden wir zusätzlich ein Zelt aufstellen. Bitte parkt beim Reiterstüble bzw. bei der Reithalle und kommt über den Nebeneingang (Felsenkellerstr.) zum Imkerpavillon. Alle anderen Eingänge sind geschlossen bzw. nicht mehr besetzt.

 

Entdecke die Welt der Bienen auf dem Imkertag

Imkertag der Bezirksimkervereine Hohenlohe/Schwäbischer Wald auf der Landesgartenschau Öhringen

Hoch her ging’s am Imkertag des Wahlkreises 1 auf der Landesgartenschau in Öhringen. Gleich zu Beginn begrüßten die Grundschüler der Pestalozzi-Schule Pfedelbach und der Grundschule Untersteinbach die Besucher mit einem beeindruckenden Bienen-Musical. M2Imkerin und Grundschullehrerin Susanne Schweizer studierte zusammen mit ihren Kolleginnen Julia Vischer und Susanne Bergdolt eine ergreifende Choreografie ein, welche die Kinder mit Gesang, Tanz und bunten Kostümen zum Leben erweckten. Vom Ei bis zur Königin, von den rumlümmelnden Drohnen bis hin zum Wespenangriff wurde das Leben der Honigbiene besungen und ertanzt.DSCN1096 „Hurra, hurra – unsere Königin ist da!“ sangen die Kinder am Ende im Chor und umkreisten ihre Königin immer enger und enger. Für die erstaunten Besucher der Landesgartenschau gab es am Imkerpavillon kein Durchkommen mehr – zu groß war die Menge, die das Musical miterleben wollte, sodass der Weg komplett versperrt war.DSCN1113

Doch dafür standen neun weitere Attraktionen samt Kaffee, Kuchen und Gebäck parat. So konnte man bei den Gaildorfer Imkern Bienen „live“ im Bienenstock erleben, bei den Schwäbisch Hallern Wachskerzen und Mittelwände herstellen und beim Stand der Mainhardter Imker historische Bienenbeuten bewundern. Viel zu erfahren und sogar noch Preise zu gewinnen gab es bei den Künzelsauern. Einmal am Glücksrad gedreht, und schon hatte man mit etwas Glück einen der vielen Preise ergattert. Für den Imkernachwuchs bot der BV Mittlere Tauber Kerzen wickeln und Nisthölzer bauen an, während Jung und Alt sich bei den Westernhausener handknöcheltief im kühlen Dreck vergruben. Bei ihnen konnte sich jeder Besucher seine eigene „Blumenwiese to go“ kreieren, die er als Samenbombe mit nach Hause nehmen durfte.Blumenwiese_to_go Viel Fingerspitzengefühl zeigte dagegen die Crailsheimer Heinrich Seiffert und Erich Rothfuß, die das komplizierte Verfahren der künstlichen Königinnenbefruchtung vorführten. Nach den Vorträgen zur gesundheitlichen Heilkraft von Honig, Blütenpollen und Propolis durch die Öhringer Apitherapeutin Rosemarie Bort folgte der nachmittägliche Höhepunkt des Imkertages: Christoph Soter Soter_Deuserzeigte trotz hochsommerlicher Temperaturen seine ganz besondere Nähe zu den Bienen. Mit Hilfe eines Königinnenpheromon-Halsbandes platzierte er gleich einen ganzen Schwarm Bienen auf seinem Körper und lud zu einem Stelldichein mit dem Bienenmann. Imker Jürgen Deuser überwand als erster die Hemmungen und zeigte, wie sanftmütig unsere Honigbienen doch sind. Nach ihm setzten sich noch zahlreiche Besucher ebenfalls auf die Bank, um sich bei ihrem Rendezvous mit dem Bienenmann fotografieren zu lassen und unvergessliche Momente mit nach Hause zu nehmen.

Imkertag auf der Landesgartenschau Öhringen

Den Imkern über die Schulter schauen, Honig schmecken, Bienenstockluft schnuppern und Bienenwachs kneten, kreativ sein und Samenbomben herstellen:

Am Sonntag, 10.07.2016, ab 09:00 Uhr ist rund um den Imkerpavillon auf der Landesgartenschau so einiges geboten. Unter dem Motto „Ohne Bienen fehlt dir was!“ findet der Imkertag der Bezirksimkervereine Hohenlohe/Schwäbischer Wald (Wahlkreis I) nach Wackershofen nun auch in Öhringen statt.

Immer einen Besuch wert: unser Imkerpavillon auf der Landesgartenschau

Immer einen Besuch wert: unser Imkerpavillon auf der Landesgartenschau

An diesem besonderen Tag stehen bienenbegeisterte Mitglieder der Imkervereine aus der Region Hohenlohe/Schwäbischer Wald den Besuchern der Landesgartenschau Rede und Antwort, wenn es um Fragen zu Bienenbehausungen, Blüten, Honig, Wachs und anderen blütenbestäubenden Insekten geht. Und nebenbei gibt es im Imkerpavillon auch noch Honig aus der Region von heimischen Imkern zu erwerben.

Hier erfahren Sie, wo und wann Sie welche Aktionen, Vorträge und Aufführungen erleben können:

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Was blüht, wenn nichts mehr blüht?

Was blüht, wenn nichts mehr blüht?“

Vortrag des Gärtnermeisters Bernhard Jaesch auf der Landesgartenschau Öhringen

Andreas Grathwohl mit Bernhard Jaesch

Andreas Grathwohl mit Bernhard Jaesch

Bernhard Jaesch ist nicht nur Gärtner, er ist auch als Imkermeister und Gartenbautechniker im Einsatz. Je 2 Stunden lang referierte Jaesch am Pfingstsonntag und –Montag über Pflanzliches, das Insekten und speziell die Honigbienen erfreut und zwar genau dann, wenn die üblichen Trachten wie Obst- /Rapsblüte und Linde vorbei sind. Gerade, wenn die langlebigen Winterbienen aufgezogen werden, fehlt es an Nektar und Pollen. Jaeschs Vorschläge können hier Abhilfe schaffen. 2 Stunden lang war es leicht, dem Gärtner zu lauschen. Er versteht es, die Aufmerksamkeit immer aufs Neue zu fesseln. Etwa 4 Stunden in Richtung Norden ist Jaesch zu Hause, in Springe-Bennigsen, südlich von Hannover. 2014 bekam er den „Apisticus-Preis“ in Münster (Westphalen), eine Auszeichnung, die man auch „Oskar der Imkerei“ nennen könnte.

Am Imkerpavillon auf der Landesgartenschau in Öhringen verkaufte er 3 Tage lang seine selbst gezogenen Pflanzen. Hier konnte man sich mit unzähligen Sorten eindecken und auf seine 30jährige Erfahrung vertrauen. Gehölze sind gut geeignet, Trachtlücken zu schließen. Bienenweide lässt sich damit am nachhaltigsten verbessern. Allerdings haben Bäume den größten Platzbedarf. „Aber über einen schönen Hausbaum, der duftet, lichten Schatten spendet und die Bienen erfreut, wie der Kork- oder Blasenbaum, sollte man nachdenken.“, schreibt Jaesch in seinem online-Katalog.

Blasenbaum in Blüte

Blasenbaum in Blüte

Der „Blasenbaum“ (Koelreuteria paniculata) ist wirklich ein fantastischer Baum. Die langen zitrongelben Blütenstände wedeln elegant in 8m Höhe. Wenn er üppig blüht, gibt es einen heißen Sommer. Er heißt auch „Blasenesche“ – und ähnlich wie bei der Esche sehen auch die Blätter aus.

Eingewandert ist der „Korkbaum“, der Ende Mai / Anfang Juni nach dem Bergahorn erblüht. Dann summt es unter seiner Krone, als wenn ein Bienenschwarm darin sitzt. Mit seinen 8 bis 12 m ist er unter „stattlicher Baum“ einzuordnen. Die Rinde sieht sehr schrundig aus, besteht aber nicht aus Kork. Beide Bäume vertragen Sonne, sind also die „Stadtbäume der Zukunft“. Die „Mongolische Linde“ wird alt und bis 10m hoch, hat birkenblattähnliche Blätter und wird ebenfalls als Zukunftsbaum für Stadtregionen gehandelt. Sie verlängert das Blütenangebot der Linden bis in den Juli.

Seit Jahrhunderten ist Deutschland Einwanderungsland für ausländische Pflanzen, entgegnet Jaesch denen, die auf heimische Arten bestehen. Sein Motto: „Für Artenvielfalt, gegen Pflanzenrassismus“. Die Ausländer kamen mit den Pflanzensammlern oder aufgrund von Klimaveränderungen. Die invasivste Pflanze ist nach Jaesch die Buche. Sie ist aus dem Balkan eingewandert und duldet kaum andere Pflanzen in ihrer Nähe. Sie konnte eine enorme Verbreitung finden, weil in der Vergangenheit die Schweine zur Mast in den Wald gejagt wurden, wo sie sich an Bucheckern, Eicheln oder Kastanien satt fressen sollten. Alle Bäume, die sich zu Brettern verarbeiten lassen, erhielten und erhalten die Duldung. Bäume, die den Insekten nützlich sind, leiden unter Missachtung. Das kann nicht so bleiben, wenn wir weltweit für den Erhalt der Honig- und Wildbienen sorgen wollen.

Eudonia

Eudonia

Der „Bienenbaum“ (Euodia hupehensis) ist bei den Imkern inzwischen bekannt. Er liefert Nektar und Pollen bis in den September hinein. Mit dem Bienenbaum verwandt ist die „Kleeulme“, wird aber nicht so hoch wie diese, macht sich in der Nähe eines Sitzplatzes gut. Sie verträgt Sonne ebenso wie Schatten und duftet. Ihre Samenstände sind so hübsch, dass sie floristisch verarbeitet werden können.

Falls mal ein richtiger Baum gewünscht wird, der 20 bis 25 m hoch werden kann, empfiehlt sich der „Schnurbaum“ (Sophora japonica). Er düngt sich praktisch selbst, denn er ist Stickstoffsammler. Mit künftiger Trockenheit wird er gut zurechtkommen. Die Blüten lassen die Verwandtschaft zur Robinie erkennen. Ein Spätsommerblüher ist „Des Teufels Krückstock“, auch „Angelikabaum“ genannt. Der „Götterbaum“ säumt bereits einige Straßen von Berlin. Bei der Honigprämierung in Hohenheim kam es schon zur Begutachtung von Götterbaumhonig.

Götterbaum im Park

Götterbaum im Park

Besonders lange blüht das „Pulverholz“, ein hoher Strauch oder kleiner Baum. Eigentlich ist es eine Heilpflanze, die gegen Verstopfung hilft, aber die Förster litten sein Dasein nicht. Als man noch Holzkohle in Kohlenmeilern herstellte, waren seine 10 bis 15cm dicken Äste sehr gefragt.

Der „Essigbaum“ stammt aus Nordamerika, passt von der Größe nicht in einen Reihenhausgarten. Er blüht schön, und im Herbst entwickeln die Blätter den „Indian summer“.

Edelkastanie

Edelkastanie

Wer die Pfalz in die eigene Welt holen und sich „Esskastanien“-Bäume (es sollten immer zwei sein) anschaffen will, muss die „Käschte“ sofort in feuchte Erde in einen Topf stecken, wenn sie just vom Baum gefallen sind. „Feucht zu feucht“ heißt die Devise. Sonst keimen die Kastanien nicht. Bei Walnüssen und Eicheln ist das genauso.

Im Gegensatz zur weißen „Robinie“ blüht die rosafarbene den ganzen Sommer lang.

Die „Silberlinde“ ist ein Duft- und Summ-Erlebnis. Dennoch ist sie in Verruf geraten, weil in manchen Sommern tote Hummeln unter ihr liegen. Es hieß, der Baum hätte sie vergiftet. Es stellte sich aber ein anderer Sachverhalt heraus: Die Hummel kann nicht so viel Betriebsstoff speichern wie die Biene. Sie ist mehrfach zur Silberlinde geflogen, hat Nektar getankt und ist in ihr Nest zurückgekehrt. Wenn die Silberlinde keinen Nektar mehr produzieren kann, kommt die Hummel hungrig an, findet nichts mehr und fällt entkräftet zu Boden.

Wenden wir uns nun den Sträuchern oder den Möglichkeiten für Hecken zu:

Deutzia

Deutzia

Hier ist zuerst die „Deutzia Mont Rose“ zu nennen, ein bezaubernder Busch mit Blüten wie rosa Krönchen mit hellerem Sternenstrahlerand. „Sternchenstrauch“ ist nicht umsonst der zweite Name der Deutzie. Die Verwandte „Deutzia Strawberry fields“ ist sogar noch einen Tick charmanter, sie duftet nach Erdbeere und besticht durch die liebenswürdigsten Rose`-Farbtöne.

Jaesch hat in Schlesien eine besondere „Berberitze“ (Bocksdorn = Lycium barbarum) entdeckt, die höchstens 1,5m hoch wird, im Juli blüht und deren Früchte sich sogar zu Marmelade verarbeiten lassen. Er stellte fest, dass diese auch „Goji-Beere“ genannte „anti-aging-plant“ krankheitsresistent ist. Ihre etwas strubbelige Wuchsform lässt sich im Spalier entlang der Hauswand zähmen.

Der „Liebesperlenstrauch“ blüht im Juli und erreicht höchstens 2m. Schon die Blüten sind violett, brechen mit Weiß und Rot auf. Früchte erscheinen in Hülle und Fülle und sitzen rotviolett glänzend dicht an dicht bis in den Winter hinein.

Zu einer frei stehenden Hecke passt die „Schneebeere“ gut. Die Bienen tummeln sich mit wahrer Begeisterung in den kleinen Blütchen. Die Fiederspiere stammt ursprünglich aus Sibirien. Es gibt sie auch mit rötlichen Blütenständen. Schon morgens um 7 Uhr bekommt die Tamariske, in Rose` blühend, Bienenbesuch.

Mahonia Cabaret

Mahonia Cabaret

Sogar 2mal im Jahr blüht die „Mahonia Cabaret“, das letzte Mal mit rötlichen Blüten im August. Die „Sieben Söhne des Himmels“ hören sich nicht nur chinesisch an. Sie zeichnen sich durch weiße Sternblüten aus.

Weiße Sternchen tragen auch die Blütenstände des „Mönchspfeffers“. Er mindert den Sexualtrieb des Mannes. Jaesch meinte, er hätte seinen Namen daher, weil er die Mönche davon abhielt, die Nonnen zu überfallen.

Die „Blauraute“ stammt aus dem afghanischen Bergland. In Öhringen hat sie von Verkehrsinseln Besitz ergriffen. Dort blüht sie von Juli bis September. Man könnte meinen, sie sei die Riesenverwandte einer Salbeipflanze. Stimmt aber nicht. Die „Bartblume“ (kleiner Strauch) blüht ebenfalls blau und ist ein Schmuck in jedem Garten. Sie darf nicht zurückgeschnitten werden.

Die „Kaspische Tamariske“ ist hitze- und trockenresistent. Ihre rosa blühenden Blütenwedel erhalten bereits morgens um 7 Uhr Insektenbesuch.

Die „Trompetenwinde“ ist eine Kletterpflanze mit attraktiven rötlichen Blüten, die einen langen Trichter wie ein Trompetenrohr haben. Die Bienen krabbeln vorwärts hinein, schaffen es, sich am Grund der Röhre umzudrehen und vorwärts wieder herauszukommen.

Die Purpurbeere gilt eher als Bodendecker. Am Boden bleiben alle Sedumarten (Dickblattgewächse oder Mauerpfeffer oder Fetthennen), die es in allen Farben gibt. Sie sind auch als Dachbegrünung gut geeignet und lassen sich durch Teilen leicht vermehren. Im Balkonkasten ziehen sie die Fläche zu und können für Jahre drin bleiben. Mit seinen gelben Sternchenblüten sorgt der niedrigste Sedum für die Erheiterung der Menschen- und Insektenseele. Intelligente Menschen, meint Jaesch, sind schon lange von Koniferen im Vorgarten abgekommen.

Karin Laute
Bilder von Karin Laute, Andreas Grathwohl, Bernhard Jaesch und Bettina Hachenberg (Hohenloher Zeitung)

Thementage Bienenliebende Pflanzen und Gärten

Pflanzenausstellung und -verkauf von Bernhard Jaesch, Gärtner- und Imkermeister

Lebendige Gärten mit Blühstauden und Bienenpflanzen sichern die Nahrungsvielfalt für Honigbienen und Wildbienen. Bernhard Jaesch, Gärtner- und Imkermeister aus Springe-Bennigsen, präsentiert auf dem Gelände des Imkerpavillons eine bunte Vielfalt bienenliebender Pflanzen für den eigenen Haus- und Vorgarten, zur Stadtbegrünung und zur Umgestaltung von Vereins- und Betriebsgelände: Mehr buntes Grün statt Betongrau!

„Bienen – Die Bestäuber der Welt“

Vernissage mit anschließender Lesung

mit OB Thilo Michler, LAGA-Geschäftsführung, Claus-Peter Lieckfeld und (voraussichtlich) Heidi und Hans-Jürgen Koch

In 25 großformatigen Bildern des international renommierten Fotografenpaars Heidi und Hans-Jürgen Koch (World Press Photo Award, Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie) erleben die Besucher des Imkerpavillons die Welt der fleißigen Bienen in atemberaubenden Detailaufnahmen. Nach Hamburg, Lübeck, Karlsruhe und Kiew erhält nun Öhringen 171 Tage lang Gelegenheit, in die überwältigend schöne Welt des Makrokosmos Honigbiene einzutauchen: In das perfekte Zusammenspiel von 60 000 Individuen, das seit Jahrtausenden nahezu unverändert existiert und mit seiner Bestäubungsleistung Jahr für Jahr unser eigenes Überleben sichert.

Der Wissenschaftsjournalist Claus-Peter Lieckfeld, Co-Autor des preisgekrönten Dokumentarfilms “More than honey”, entführt uns im Rahmen der Vernissage in die Welt der Honigbienen und erklärt, warum die Honigbienen sterben, “obwohl kaum ein Organismus dem ewigen Leben näher gekommen zu sein scheint als der Superorganismus Apis mellifera” (“Makrokosmos Honigbiene”). Sein Bildband vereint die Fotos unserer Ausstellung und viele weitere Aufnahmen des Künstlerpaars Heidi und Hans-Jürgen Koch.