Herzliche Einladung zur Herbstversammlung 2019

Werner Gekeler, Referent des Landesverbands Württembergischer Imker, informiert am Donnerstag, 07.11.2019, um 19 Uhr im Landgasthof Küffner in Pfedelbach im Rahmen der Herbstversammlung des BV Hohenlohe-Öhringen über die Bedeutung der Spätsommerpflege für den Honigertrag.

Im Anschluss gibt es einen kurzen Rückblick auf unsere Vereinsaktivitäten und einen Ausblick auf das kommende Jahr (Neuimkerkurs, Apisticus-Tag, Neuwahlen etc.). Als kleine Erntedank-Spende an den Öhringer Tafelladen ist jeder Imker eingeladen, ein Glas Honig mitzubringen.

Gäste sind herzlich willkommen!

Herzliche Einladung zur Herbstversammlung 2019

Liebe Imkerfreunde, 

unsere diesjährige Herbstversammlung findet am Donnerstag, 07.11.2019, um 19:00 Uhr im Landgasthof Küffner (!), Max-Eyth-Str. 8, in Pfedelbach statt. Wir freuen uns, als Hauptredner Herrn Werner Gekeler begrüßen zu dürfen.

Themen:

  1. Vortrag Werner Gekeler: Die Bedeutung der Spätsommerpflege für den Honigertrag
  2. Rückblick 2018: Informationen rund um die Biene und unser Vereinsleben
  3. Ausblick 2019: Jahresausflug zum Apisticus-Tag, Neuimkerkurs ab 09.03.2020, Vorstandswahlen, LVWI-Wahlen, Imkertag in Wackershofen
  4. Erntedank-Spende an die Öhringer Tafel
  5. Allgemeines und Fragen

Auch in diesem Jahr möchten wir wieder eine Erntedank-Spende an die Öhringer Tafel überreichen. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, ein Glas Honig an diesem Abend als Spendenbeitrag mitzubringen.

Im kommenden Jahr planen wir einen zweitägigen Jahresausflug nach Münster zum Apisticus-Tag. Es wird nur eine begrenzte Anzahl an Hotelzimmern zur Verfügung stehen. Bitte prüft vorab, ob ihr vom 29.02. bis 01.03.2020 (eine Übernachtung) Zeit habt. Nähere Details zum Programm, zu den Kosten und zur verbindlichen Anmeldung werden auf der Herbstversammlung bekanntgegeben.

Mit imkerlichen Grüßen

Andreas Grathwohl

Was tun bei Wespen und Hornissen?

Im Spätsommer sind Wespen oder Hornissen nicht immer gern gesehene Gäste. Wenn sie nerven, erhält häufig der Imker einen Anruf. Wer sich um die stechenden Bienen kümmert, kennt sich wohl auch mit den anderen Stachelträgern aus, lautet vermutlich die Meinung der Anrufer. Und dann wird der Wunsch geäußert, die Plagegeister loszuwerden. Doch der Bienenliebhaber fühlt sich in diesem Falle häufig überfordert. Auch die Aussage, dass die Hornissen oder Wespen im nächsten Jahr eh nicht mehr ins alte Nest zurückkehren, ist kein Trost. Deshalb lud sich der Bienenzuchtverein Hohenlohe-Öhringen Anfang Juli dieses Jahres einen Fachmann für Wespen und Hornissen ein, den Naturschutzbeauftragten Günter Reustlen aus Pfedelbach, um mehr einschlägige Informationen zu bekommen.

Imker Manfred Birkert im Gespräch mit Günter Reustlen

Als Kind konnte er eine Hornissenkönigin auf dem Rathaus gegen Entgelt abgeben. Diese Zeit ist vorbei. 1984 stand die Hornisse schon auf der Roten Liste und 1987 erfolgte die Aufnahme als „besonders geschützte Tierart“. Seit sich Reustlen für Wespen und Hornissen unter dem Dach des Umweltministeriums einsetzt, hat er sich zur Aufklärung in der Öffentlichkeit verpflichtet. Er hält Vorträge über die Nützlichkeit der Tiere, über ihre Lebensweise, die rechtlichen Rahmenbedingungen etc. und versucht die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Tier im Sinne des Arten- und Tierschutzes zu stiften, wo immer es möglich ist. Die Umsiedlung eines Hornissenvolkes ist also nicht vornehmlich seine Aufgabe. Sie ist erst ein Thema, wenn es zu gefährlich wird. Wespen siedelt er gar nicht um, da deren Schutzbedürftigkeit weniger ausgeprägt ist und ihn dies nicht zuletzt auch zeitlich überfordern würde.

Aber auch Wespen gehören zu einer geschützten Tierart. Es ist verboten, ihnen mutwillig zu schaden. Unter ihnen sind die Deutsche Wespe (vespula germanica) und die Gemeine Wespe (vespula vulgaris) am bekanntesten. Beide mögen gern Fleischiges, Wurstiges und vor allem Süßes. Letzteres ist der Grund, warum Pia Aumeier (einst in Hohenheim bei Dr. Liebig) die vulgaris in „Gemeine Pflaumenkuchenwespe“ umtaufte. Sie trägt das Bild eines Hammers auf der Nase, weshalb sie mitunter auch „Hammerwespe“ genannt wird. Ihr Nest ist ockerfarben und kann die Größe eines Medizinballes erreichen. Es befindet sich mit bis zu 5 000 Tieren bevorzugt in dunklen Höhlen.

Die vespula germanica hat statt des Hammers 3 Punkte auf der Nase. Sie kann ein graues Nest mit muschelartigen Taschen und noch 2 000 Individuen mehr beherbergen. Auch sie sucht eine dunkle Höhle.

Der natürliche Lebensraum der Hornisse (vespa crabro) ist nicht die menschliche Behausung. Sie lebt gern im lichten Wald, wo es noch dicke alte Bäume mit einer Höhlung gibt. Selbst in einem toten Baum dieser Art ist Leben: vielen Tierarten bietet er eine Wohnung. Ist das Einflugloch zu groß, ist das für Hornissen kein Problem. Sie knabbern etwas Zellulose vom Holz ab, vermischen es mit Speichel und kleben den Brei da an, wo er gebraucht wird. Wer unter Schnaken, Mücken oder anderen Plagegeistern leidet, könnte Hornissen die Nachbarschaft anbieten. Die fressen die Plagegeister einfach auf.

Die Hornissenkönigin bei der Arbeit: Auch das größte Nest fängt ganz klein an zu wachsen!

Ein Hornissenvolk verfüttert täglich ca. 500g Insekten an seine Brut, darunter viele Forstschädlinge. Um eine vergleichbare Schadinsektenvernichtung zu finden, brauchen wir fünf Meisen-Familien. Ja, sie schnappen sich auch hin und wieder eine Biene oder Wespe im Flug, das richtet aber keinen Schaden in den Völkern an.

Die einzeln überwinterte Königin geht ab Mai auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz. Will sie partout im Rolladenkasten ihr Nest bauen, den Rolladen ein paarmal rauf und runter laufen lassen, dann sucht sie einen anderen Platz. Verpasst man diesen Augenblick und sie hat bereits einen Zapfen und einen kleinen Schirm errichtet, kann man dieses Bauwerk immer noch entfernen. Bleibt sie ungestört, setzt sie unter das erste Schirmchen einige Brutzellen und belegt sie mit Eiern. In diesem System geht es weiter: sie baut einen zweiten Zapfen und daran ein größeres Schirmchen mit Brutzellen. Nach vier Wochen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, die ihr nun die Brutpflege abnehmen. Ab diesem Zeitpunkt braucht sie ihre Energie für die Eier-Produktion.

Ab September schlüpfen nur noch Geschlechtstiere: Männchen und junge Königinnen, die wiederum einzeln überwintern und im nächsten Jahr neue Völker aufbauen. Die Königin kann das Geschlecht bestimmen, indem sie kontrolliert Spermium zu den Eiern gibt. Aus den unbefruchteten Eiern schlüpfen Drohnen (männliche Tiere).

Sind Hornissen angriffslustig? Diese spannende Frage lässt sich eindeutig mit NEIN beantworten, wenn man als Mensch Störungen im unmittelbaren Nestbereich (4m Abstand) vermeidet. Was ist mit Störungen gemeint?

  • Schnelle, heftige Bewegungen
  • Längeres Verstellen der Flugbahn
  • Erschütterungen des Wabenbaus
  • Direktes Anhauchen
  • Manipulationen am Nest oder am Einflugloch

Und wie gefährlich ist ein Hornissenstich für den Menschen? Töten sieben Stiche bereits ein Pferd? Nein, man müsste zwischen 154 und 180 Hornissenstiche pro Kilo Körpergewicht bekommen, dann hätte man eine 50%ige Chance, daran zu sterben. Den gleichen Fall auf Honigbienen angewandt, würde 40 Stiche je kg Körpergewicht bedeuten. Dafür sind Hornissenstiche wesentlich schmerzhafter, und Hornissen können öfter stechen, den Stachel wieder herausziehen. Der Stachel ist länger (ca. 3,5 mm, bei Bienen 2,5 mm, bei Wespen 2,6 mm) und das im Gift enthaltene Kinin ist eine zusätzliche, stark Schmerz erregende Substanz.

Günter Reustlen hat für die Umsiedlung einen besonderen Kasten gebaut.

Eine gute Lösung für die geschützten Hornissen: die Umsiedlung des gesamten Nestes

Er kommt aber erst zum Einsatz, wenn das enge Zusammenleben von Menschen und Hornissen nicht mehr zumutbar und die Untere Naturschutzbehörde (UNB im LRA) den Umzug genehmigt hat. Die Tiere werden abgesaugt und die einzelnen Segmente des Brutnestes werden getrennt und am neuen Standort wieder zusammengesetzt (Heißklebepistole). Nun dürfen die Hornissen und die Königin, die Reustlen separiert hatte, in ihr neues Zuhause einziehen. Selbst wenn nur das Flugloch verlegt werden soll, braucht es die Genehmigung der UNB. Zuständig für Manipulationen innerorts ist die UNB und außerorts ist das Regierungspräsidium zuständig.

Weitere Infos und Hilfe bei Wespennestern: Andreas Grathwohl, 07947/941269

Was tun für/gegen Wespen und Hornissen?

Wespen und Hornissen sind im Spätsommer nicht immer gern gesehene Gäste. Und oft werden wir Imker gebeten, Wespen- und Hornissennester zu entfernen. Der Vortrag von Günter Reustlen beleuchtet den wichtigen Beitrag dieser Insekten für unser Ökosystem und klärt auf, wie wir solchen Anfragen begegnen können.

Jahresausflug

Unser diesjähriger Ausflug (Abfahrt 6:30 Uhr, Kultura Öhringen) führt uns zur Imkerei Meinrad Leiter und ins Hopfenmuseum Tettnang. Meinrad Leiter erwartet uns zu einem kleinen Imbiss (Kaffee und Brezeln) und führt uns durch seine Imkerei mit 80-100 Bienenvölkern. Besonders interessant ist u.a. die Honiglagerung im Kühlraum, wodurch er – ohne zu rühren – cremigen Honig erhält.

Um 13:00 Uhr werden wir im Hopfenmuseum in Tettnang zum Mittagessen erwartet. Nach einer Führung durch das Museum werden wir natürlich auch das wichtigste Hopfenprodukt in Form einer Bierprobe ausgiebig probieren müssen!

Ankunft in Öhringen wird um ca. 19:00 Uhr sein.

Kosten: 15.- € (wird im Bus eingesammelt); Kinder fahren kostenlos mit!

Anmeldungen per E-Mail an andreas.grathwohl@gmx.de oder telefonisch unter 07947/941269.

Sommer-Grillfest

Herzliche Einladung zu unserem Sommer-Grillfest diesen Donnerstag in der Cappelaue am Imkerpavillon. Das Wetter wird gut, sodass wir im Freien feiern und grillen werden. Anders als im Jahresprogramm angegeben beginnen wir aber bereits um 19 Uhr! Wer Lust hat, sich einzubringen, darf gerne mithelfen beim Auf- und Abbau, Grillen oder mit einer Kuchen- oder Nachtisch-Spende!!
Es wird einen kleinen Pflanzenmarkt mit bienenliebenden Pflanzen geben, die gegen Spende abgegeben werden. Also am besten gleich entsprechende Behältnisse mitbringen.
Und noch eine kleine Erinnerung an unseren Jahresausflug nach Tettnang und Meckenbeuren: Es sind noch 7 Plätze frei! Anmeldung per Mail oder unter 07947/941269.

Herzliche Einladung zur Frühjahrsversammlung

Liebe Imkerfreunde,

 unsere diesjährige Frühjahrsversammlung findet am Donnerstag, 14.03.2019, um 19:00 Uhr im Landhotel Küffner, Max-Eyth-Str. 8, Pfedelbach statt. Wir freuen uns auf ein abwechslungsreiches und informatives Programm und viele Gäste!

Themen:

  1. Begrüßung und Totenehrung
  2. Berichte der Vorstandschaft (Mitgliederentwicklung/Jahresprogramm etc.)
  3. Kassenbericht, Entlastung des Vorstands
  4. Ehrungen
  5. Verleihung der Zertifkate für die erfolgreiche Teilnahme am Neuimkerkurs 2018/2019
  6. „Bienen hören und verstehen – Einblicke in die akustische Welt der Bienen!“ Vortrag von Torsten Eberhardt über den BUGA-Beitrag des BV Heilbronn in Zusammenarbeit mit HOBOS (Prof. Tautz) und der Firma beyerdynamic Heilbronn
  7. Allgemeines und Fragen

Mit imkerlichen Grüßen

Andreas Grathwohl