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Herbstversammlung 2025 - Vortrag Markus Grünke - Einblick in seine Doktorarbeit: "Metharhizium pemphigi, ein einheimischer Pilz gegen die Varroamilbe"

Ein Pilz gegen die Varroamilbe

Im Rahmen der Herbstversammlung 2025 des Bienenzuchtverein Hohenlohe-Öhringen gab Markus Grünke von der Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim Einblick in seine Doktorarbeit: "Metharhizium pemphigi, ein einheimischer Pilz gegen die Varroamilbe".

Der Pilz wurde bei der laborantischen Analyse abgestorbener Zecken entdeckt, weshalb sich der Bienenfreund Grünke überlegte, ob sich dieser Pilz wohl auch zur Bekämpfung der Varroa-Milbe eignet. In einem langwierigen Prozess gelang es ihm, den Pilz zu isolieren und ihn auf die Varro-Milbe anzusetzen. Der Pilz dringt in die Milbe ein und tötet die Milben, ohne die Bienen zu schädigen oder Rückstände im Honig, bzw. in den Pollen zu hinterlassen. Nach erfolgreichen Versuchen im Labor und mit Mini-Plus Völkern finden derzeit Tests mit Wirtschaftsvölkern statt. Die Erfolge der Behandlung entspricht etwa der Behandlung mit Ameisensäure, ist aber rein biologisch. Ziel der Forschungen ist eine Pilzbehandlung der Völker mit eingehängten Streifen.
Die Finanzierung der Forschung ist nur bis zum Abschluss der Doktorarbeit von Markus Grünke gesichert. Derzeit wird das Projekt durch Crowdfunding von Imkern finanziert. Es wäre schade, wenn der Weg zur Marktreife an der Finanzierung scheitern würde.

Mehrfach wurde der Vortrag durch fachkundige Fragen unterbrochen und Grünke gelang es seine Begeisterung für das Thema auf die Zuhörerschaft zu übertragen. Einigkeit bestand darüber, dass die Behandlung mit Pilzen ein Weg zur Varroaresistenz 2033 sein kann.

gez. Wolfgang Beck-11/25